Schloss Kyburg


Kyburg, ZH
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Das Schloss Kyburg thront stolze 150 Meter über der Töss. Der Blick reicht über grüne Wälder und Wiesen und bietet ein 270-Grad-Panorama vom Seerücken über die Hegauvulkane, den Feldberg, die Jurahöhen und die Berner Alpen bis zum Glärnisch.

Kyburg ist die besterhaltene feudale Burg der Nordostschweiz. Sie stand jeweils als Machtsymbol für ihre Besitzer: die Kyburger Grafen, die Habsburger Könige und Herzöge sowie Zürich. Das Schloss liegt zwischen Zürich und Winterthur mitten im ehemaligen Kerngebiet der Kyburger Herrschaft. Seine Mauern zeugen heute noch von der Macht der einstigen Herrscher. Ein Besuch auf der Kyburg führt vom Keller bis zur Winde, von der «Wachtstube» bis zur Folterkammer, von der Küche bis in die Kapelle.

Die Dauerausstellung, die vom Leben im Schloss in den letzten 800 Jahren erzählt, wurde 2002 mit dem European Museum of the Year Award ausgezeichnet.

Gebautes Symbol der Macht

Graf Hartmann von Dillingen heiratete um 1070 Adelheid von Winterthur und legte den Grundstein für die Kyburger Grafendynastie. Herrschaftsmittelpunkt wurde Kyburg. Von der 1079 zerstörten Burg gibt es heute keine Spuren mehr. Um 1200 liess Graf Ulrich III. von Kyburg, einer der wichtigsten Adligen im deutschen Südwesten, die heutige Burganlage mit Turm, Palas, Ringmauer und Kapelle errichten. Zu seiner Zeit reichten die Kyburger Herrschaftsrechte vom Bodensee bis nach Fribourg.

Als die Kyburger Grafen 1264 im Mannesstamm ausstarben, bildete das Kyburger Erbe einen wichtigen Grundstein für den rasanten Aufstieg Rudolfs von Habsburg zum König. Sein Sohn liess die Reichskleinodien auf Schloss Kyburg aufbewahren. Herzog Leopold III. errichtete 1370 einen mächtigen Saalbau und unterstrich so die Bedeutung der Kyburg.

1424 erwarb Zürich Burg und Herrschaft und verdoppelte damit sein Herrschaftsgebiet. Von da an residierten auf der Kyburg Zürcher Landvögte, welche die einstige Wehranlage zu einem herrschaftlichen Wohn- und Verwaltungssitz ausbauten, das fortan «Schloss» genannt wurde.

Nach den Wirren der helvetischen Revolution war Kyburg zuerst noch Oberamtssitz und gelangte dann 1831 in privaten Besitz. Matthäus Pfau öffnete 1865 die Tore fürs Publikum und führte die Besucher persönlich durch das erste Burgmuseum der Schweiz.

Museum für alle Sinne

Im heutigen Museum können die Besucher in über 30 Räumen den Spuren dieser Geschichte nachgehen. Der Burgenalltag der vergangenen 800 Jahre wird vergegenwärtigt: In der mittelalterlichen Küche gilt es, die damals verwendeten Gewürze zu erschnuppern, weiter oben können Schlupfgewänder anprobiert werden. Dutzende Harnsiche und Helme sowie Hunderte von Halbarten sind in der reicht gefüllten Rüstkammer zu bewundern. Hörstationen, interaktive Computerstationen, Diashows und Son-et-lumière-Installationen bieten Information und Unterhaltung für Augen und Ohren.

Heilige und heilende Kräuter

Die romanische Schlosskapelle mit Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert ist ein spezielles Kleinod. Im Nebenchor sind die Torturen der Märtyrerin Regula abgebildet, im Schiff verschluckt der Höllenschlund die Sünder beim Jüngsten Gericht. Barmherzige Heilige wie Verena, Magdalena, Katharina, Ludwig und Ulrich zieren dagegen den Chor.

Vor dem Schloss liegt der barocke Kohl- und Krautgarten, in dem wie einst vor allem Gemüse gezogen wird, der aber gleichzeitig mit Blumen, Hecken und Springbrunnen auch zum Lustwandeln einlädt und mit seinen Heil- und Gewürzkräutern den Geruchssinn erfreut.

Öffnungszeiten

25. März bis 30. Oktober

Dienstag bis Sonntag und allgemeine Feiertage: 10.00 bis 17.30 Uhr

Montags geschlossen

Preise

Einzelpersonen

  • Erwachsene: CHF 9.-
  • Ermässigte: CHF 7.-
  • Kinder (6–16): CHF 4.-
  • Schulklassen: CHF 3.-

Gruppen

Ab 15 Personen: CHF 7.- pro Person

Freier Eintritt

  • Schweizer Museumpass
  • Raiffeisen-Karte
Besucherinformation

Unterhalb des Schlosses an der Töss laden zahlreiche Feuerstellen zum Picknicken, unter den Linden vor dem Schloss stehen sonnige und schattige Bänke zum Rasten zur Verfügung.

Im Schloss ist das Picknicken und das Rauchen verboten.

Hunde haben keinen Zutritt.

Rucksäcke und grosse Taschen müssen an der Kasse abgegeben werden.

Hof, Selbstbedienungs-Cafeteria, Kapelle und einige Räume im Erdgeschoss sind rollstuhlgängig.

Gastronomie

In der Nähe

  • Restaurant Linde, Kyburg
  • Gasthof Hirschen, Kyburg
Anreise

Mit der Bahn nach Effretikon, von dort mit dem Bus 655 bis Kyburg, Gemeindehaus (3’  Fussweg).

Parkplätze vor dem Dorfeingang.

Anreise mit Google Maps

Tipps

Reizvolle Wanderwege führen von Winterthur (1,5 h), dem Bahnhof Sennhof-Kyburg (45’) und von Kemptthal (1,5 h) zur Kyburg. 150 Höhenmeter auf kurvenreichem Strässchen fehlen vom Veloweg im Tösstal bis zum Schloss.

Unterkünfte

  • Gasthof Gyrenbad, Gyrenbad
  • Hotel Wartmann, Winterthur
  • Gasthaus Schlosshalde, Mörsburg
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