Die Malerei von Michael Rampa stellt sich wie eine Erinnerung dar. An manchen Orten präzise, löst sie sich auf und verschwindet, um Leerstellen zu hinterlassen, die ebenso sinnhaltig sind wie die Elemente, die man erkennt. Ausgehend von einem Motiv oder einem historischen Bezug, konstruiert der Künstler seine Bilder durch Überlagerung. Schicht auf Schicht setzt er Farbflächen, Aussparungen und Figuren, die häufig seiner Erinnerung entspringen oder auf andere Werke anspielen. In seinen Gemälden an der Grenze zur Abstraktion schafft Michael Rampa auf diese Weise eine Traumwelt, deren Geheimnis man zu erkunden sucht.

Der Maler, der aus Château d’Oex stammt, hat das Greyerzerland regelmässig mit seinem Skizzenheft durchstreift, bevor er sich autodidaktisch in Italien und Grossbritannien weiterbildete. Für seine erste Einzelausstellung in einem Museum kommt er auf seine eigenen Spuren zurück und präsentiert im Schloss Greyerz seine jüngsten Arbeiten.